06.07.2017, 14:42 Uhr | Cornelia Flader
Die Bezirksstadträtin berichtet

Das Bezirksamt hatte der Bezirksverordnetenversammlung eine Bezirksamtsvorlage vorgelegt mit der Bitte, die Errichtung eines Schulzentrums mit Grund- und Oberschule im Entwicklungsgebiet Adlershof (Hermann-Dorner-Allee/ Eisenhutweg) unter der Voraussetzung des Vorliegens der planungsrechtlichen und haushaltsmäßigen Bedingungen zu beschließen. Den letzten Schulneubau konnten wir vor über 20 Jahren feiern. Endlich haben wir die große Chance, in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie eine neue Schule bauen zu können.

Warum benötigen wir eine neue Schule? Unser Bezirk gehört zu den Bezirken Berlins, der am meisten wächst. Dieser Trend wird in den nächsten Jahren anhalten. Schon in diesem Jahr zeichnete sich ein bezirksweites Defizit zur Sicherung von Oberschulplätzen ab. Aber während Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse bis zu einer Stunde Fahrzeit in Kauf nehmen müssen, um ihre Schule erreichen zu können, müssen für Grundschülerinnen und Grundschüler Schulplätze geschaffen werden, die von kurzen Beinen auch bewältigt werden können.
In der bezirklichen Investitionsplanung ist das Schulzentrum in Adlershof als zweizügige Grundschule und sechszügige Integrierte Sekundarschule (ISS) mit gymnasialer Oberstufe angemeldet.
Der Schulentwicklungsplan des Bezirks Treptow-Köpenick für die Jahre 2016 bis 2021 wurde am 12. Juli 2016 im Bezirksamt beschlossen und von der BVV etwas später zur Kenntnis genommen und beinhaltet die beabsichtigte Neugründung eines Schulzentrums mit Grundschule und Integrierter Sekundarschule.
Die Grundschulkinder, die in die neu zu errichtenden Wohnungen im Entwicklungsgebiet Adlershof ziehen, müssen ihre Schule fußläufig erreichen können. Gleichzeitig sollen auch dringend benötigte Sekundarschulplätze für Treptow-Köpenick entwickelt werden.
Die Idee, am Standort Adlershof eine Gemeinschaftsschule aufzubauen, ist grundsätzlich zu unterstützen, denn erstens wird diese Schulform in unserem Bezirk stark nachgefragt und zweitens breiter Wunsch innerhalb der BVV. Dies ist zu respektieren.
Einvernehmen besteht grundsätzlich im Bezirksamt und BVV über die Kapazitätserweiterung um zwei Züge im Grundschulbereich, um sechs Züge im Sekundarstufe-I-Bereich und um zwei Züge in der gymnasialen Oberstufe.
Rechtlich bereitet uns diese Initiative aber gegenwärtig auch Sorgen. Da laut § 17a des Schulgesetzes für das Land Berlin bei Übernachfrage dieser Schule zunächst im Umfang von zwei Dritteln Schülerinnen und Schülern aus der Wohnortnähe aufzunehmen sind und der Rest unabhängig von ihrem Einschulungsbereich an dieser Schule zu beschulen ist, befürchte ich, dass auf Grund des enormen Zuzugs in unseren Bezirk nicht alle Kinder aufgenommen werden können.
Wie wollen wir den Eltern erklären, dass die neu gegründete Schule zwar die nächstgelegene ist und zum Zwecke des Schulplatzangebotes auch gebaut wurde, das Kind aber leider nicht aufgenommen werden kann, weil Plätze für Kinder aus anderen Teile in der Stadt zu stellen sind?
Eine Mehrheit in der BVV sah sich genötigt, die Vorlage des Bezirksamtes zu ändern. So wurde das Schulzentrum mit Grund- und Oberschule durch eine Gemeinschaftsschule ersetzt.  Ob dies rechtlich möglich ist, muss an anderer Stelle geklärt werden.

Cornelia Flader
Bezirksstadträtin 

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