Treptow-Köpenick
WappenTreptow-Köpenick ist Berlins flächengrößter Bezirk, aber auch der am wenigsten dicht besiedelte. Hier gibt es mit Sicherheit mehr Bäume als Einwohner. Und deren Zahl beläuft sich aktuell auf etwa 232.000.
Unser Bezirk mit seinen ausgedehnten Wald- und Wasserflächen ist aber nicht nur das "Sofa" der Stadt, auf dem die Berliner und ihre Gäste sich erholen können. Von der südöstlichen Stadtgrenze mit zum Teil noch dörflich anmutenden Ortsteilen bis an den Rand der Innenstadt lässt sich die gesamte Bandbreite zwischen Tradition und Moderne in Augenschein nehmen, vom althergebrachten Ausflugslokal bis zur Wissenschafts- und Wirtschaftsstadt Adlershof mit ihren zahlreichen Zukunftstechnologien.
Besonders augenfällig wird der Wandel, dem sich der Berliner Südosten unterzogen hat, im nordöstlich gelegenen Ortsteil Alt-Treptow und im Oberschöneweider Spreeknie. Galt unsere Region einst als größter Berliner Industriestandort, macht sich heute hier die moderne Dienstleistungsgesellschaft bemerkbar.
Am  Spreeknie hat sich neben anderem ein Technologie- und Gründerzentrum angesiedelt. Eindrucksvoll sind die erhaltenen Industriebauwerke auf der einen und die größtenteils aufwändig renovierten Wohngebäude auf der anderen Seite der Wilhelminenhofstraße.
Und in Alt-Treptow, am Rande des Treptower Parks mit seinem altehrwürdigen Baumbestand, erhebt sich Berlins höchstes Bürogebäude, der Treptower, mit seinen 31 Stockwerken. Er kann im wahrsten Wortsinne als Markstein gelten für den Beginn der Innenstadt. Und tatsächlich befand sich in der dortigen Gegend die historische Stadtgrenze Berlins bis zum Jahre 1920.
Eines kann aber an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Von 1961 bis 1989 zog sich hier eine andere, eine sehr viel grausamere Grenze. Der damalige Stadtbezirk Treptow hatte mit 17 km den längsten Teil der innerstädtischen Demarkationslinie mit Todesstreifen und Sperranlagen. Alt-Treptow war eingekeilt an drei Seiten, an zweien von der Mauer und an der dritten von der Spree. Entsprechend trist war hier das Leben. Der größte Teil des Ortsteils war nur mit besonderen Erlaubnisscheinen zu betreten. Heute herrscht hier wieder munteres Treiben.
Von hier bis zum Britzer Zweigkanal kann der Bezirk noch als innerstädtisch gelten. Danach beginnt mit Johannisthal und Adlershof ein Gebiet vorstädtischen Charakters. Immerhin wurde auch hier Geschichte geschrieben. Johannisthal beherbergte Deutschlands ersten Motorflugplatz. Und an die Tradition von Kühnheit und Fortentwicklung knüpft heute die WiStA (Wissenschafts- und Wirtschaftsstadt Adlershof) an mit ihren Zukunftstechnologien, Lehr- und Forschungsinstituten.
Auf der anderen Spreeseite liegt das schon genannte ehemalige Industriegebiet Oberschöneweide. Bereits der Weg von hier Richtung Köpenicker Altstadt am Rande der Wuhlheide läßt die ausgedehnten Wälder vergangener Zeiten erahnen. Hier liegen das FEZ (Freizeit- und Erholungszentrum) und die "Alte Försterei", das Fußballstadion des "eisernen" 1.FC Union.
Cöpenick, wie es sich damals noch schrieb, war bis zu seiner Eingemeindung nach Groß-Berlin 1920 selbstständige Stadt. Die Altstadt mit ihren Bauten zeugt vom Selbstbewußtsein ihrer Bürgerschaft. Auch das stolze Rathaus, mit dem es aber seine besondere Bewandtnis hat. Am 16. Oktober 1906 beschlagnahmte der selbst ernannte Hauptmann Wilhelm Voigt die Stadtkasse, womit er den Bürgermeister Langerhans nun ganz erheblich demütigte. Eigentlich hatte er nur einen Pass haben wollen, der Schuster, um in Lohn und Brot treten zu können. Den aber wollte man ihm nur geben, wenn er Arbeit gehabt hätte... ”Unterordnen? Jewiß doch! Aber unter watt drunter?”, soll er gesagt haben. Seine beim Trödler erstandene Hauptmannsuniform bewirkte den bekannten Kadavergehorsam. Später hätte man das vielleicht auch Kollektivbewusstsein genannt. S.M. sollen damals herzlich gelacht haben, und mit ihm viele andere im Reich. Die aber wohl aus ganz anderen Beweggründen. Unser Tourismusverein lässt die Geschichte jeden Mittwoch und Sonnabend um 11 Uhr vor dem Rathaus mit dem Aufmarschieren der Hauptmannsgarde wiederauferstehen, danach kann man das "Hauptmannszimmer" im Rathaus bestaunen.
Nur wenige Schritte sind es vom Rathaus zum Schloss, das hier seit 1690 in holländischem Barockstil steht. Seine Geschichte lässt sich aber bis ins 6. Jahrhundert zurückverfolgen, als sich hier noch eine slawische Burg befand. Man spürt an diesem Ort förmlich den Atem der Geschichte.  Aber das erst wieder seit Mai 2004. Nach einer 10Jahre währenden baulichen Sanierung und Restaurierung, wurde es dem Publikum zurückgegeben, erstrahlt nun in neuem Glanz , und prägt das wundervolle Panorama, von dem schon Theodor Fontane schwärmte ...“Der einen Kreis von fast vier Meilen umfassende Blick ist entzückend: Wald und Wasser, so weit das Auge reicht“...  In diesem für die Kunstgeschichte Brandenburgs bedeutenden barocken Wasserschloß, befindet sich wieder das mit einem neuen Konzept eingezogene Kunstgewerbemuseum.- Ein "Museum der Raumkunst" in Renaissance, Barock und Rokoko.
Ist man erst bis hier gekommen, hat man es nicht mehr weit bis zu Mutter Grün. Sei es per Dampfer, zu Fuß oder zu Rad.  Das kann man inzwischen sogar hinten im Straßenbahnwagen mitnehmen, wenn genügend Platz vorhanden ist.


Weitere Interessante Adressen zum Bezirk:
 
Treptow-Köpenick:
Bezirksamt Treptow-Köpenick www.berlin.de/ba-treptow-koepenick 
Heimatmuseum Köpenick www.heimatmuseum-koepenick.de
Heimatmuseum Treptow www.heimatmuseum-treptow.de
Musikschule Treptow-Köpenick www.musikschule-treptow-koepenick.de
VHS Treptow-Köpenick www.vhs-treptow-koepenick.de
Köpenicker Kulturkaleidoskop http://home.t-online.de/home/kultur-in-koepenick
Tourismusverein Köpenick-Treptow www.berlin-suedost.de
Sport-Vereinsportal im Bezirk (für Jugendliche) www.verux.de
Bürger in Bewegung
(Pro-Flughafen Schönefeld)
 www.pro-schoenefeld.de
Alles über den Hauptmann von Köpenick www.hauptmann-von-kopenick.de
Bildungswerk für Jugend, Soziales und Kultur  www.koepenick.de
Wissenschaftsstadt Adlershof www.adlershof.de
Altglienicke-Portal (privat) www.altglienicke.de
Altstadt Köpenick-Portal (privat) www.altstadt-koepenick.de
Bohnsdorf-Portal (privat) www.bohnsdorf.de
Grünau-Portal (privat) www.berlin-gruenau.de
Friedrichshagen-Portal (privat) www.friedrichshagen.de
Köpenick-Portal (privat) www.koepenick.net
Archenhold-Sternwarte www.astw.de
1. FC Union (Fußball) www.fc-union-berlin.de

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